Der Beginn: Symptome

by | Jun 2, 2022 | Schwermetalle, tapferes Bindegewebe, Wechselwirkungen

Der Beginn: Symptome

 

Tja, kommen wir schon vergiftet zur Welt? Oder nimmt es nur in den letzten Jahren zu? Fällt stärker auf? Mütter ent­giften ins Baby, das stimmt. Warum wurde das nochmal so von Mutter Natur eingerichtet? Weil Kinder noch besser mit Giften klarkommen als ältere Generationen?

Nach meiner Vermutung kann der Körper grundsätzlich immens lange ausgleichen. Bei Toni Kroos‘ Augensäcken frage ich mich z.B. immer, wie der das bei dem Leistungspensum schafft ohne mich mit Toni Kroos vergleichen zu wollen. Ich hatte bis Ende dreissig unbändige, wirklich unbändige Energie. Nichts war mir zu viel. Studium, drei Jobs gleichzeitig, schlafen, wozu? Rauchen super! Ok – Alkohol mochte ich nie so richtig. Frühwarnhinweis: belastete Leber? Morgens dicke Finger und geschwollene Augenlider inkl. ..

Niemals wäre ich allerdings auf die Idee gekommen, dass die permanenten Schmerzen in den Beinen, die nur mit täglichem Tragen von Stützstrumpfhosen Linderung erfuhren, irgendwas mit meinen Amalgam-Zahnfüllungen zu tun haben könnten. Ich konnte nie lange stehen. Meine Oma väterlicherseits hatte dermassen dicke Wasser-Beine und reichlich Metall im Mund und wurde trotzdem über achtzig. Vererbt? Prädispositioniert? Warum manche Kinder sterben, wenn der Körper doch so toll ist? Ich weiss es (noch) nicht.

Ich boxte mal für die Hamburger Amateure. Wurde mit Ende zwanzig Hamburger Vizemeister im Weltergewicht. Aus damaligem Mangel an Konkurrenz. Heute hätte ich da nix mehr zu suchen. Meines Erachtens war ich für Boxen auch nie sonderlich begabt. Wer da aber mal reinschnuppert, weiss was das Training an Quälerei bedeutet. Emotional kann Bewegung über einen langen Zeitraum regulieren. Ohne hätte ich damals vielleicht noch jemanden totgeschlagen. Das Konditionstraining ein Graus: Treppen und Liegestütz. Bekam mehr Kondition aber bei Treppen, Liegestütz und Klimmzügen war schnell Schluss, egal wie sehr ich mich schindete. Wurde nie besser. Vermutlich hatten Leber und Galle schon damals gut zu tun. Wusste auch nie, dass Sport bei zu starker Verschlackung auch nicht das Mass der Dinge ist, so man Toxe nicht rausbringt. Durch Übermass Sport sollen intrahepatische Steine in der Leber übrigens genauso entstehen wie durch Stress oder falsche Ernährung/Vergiftung.

Wahrscheinlich war ich schon als Kind und Jugendliche belastet, was sich durch allerhand merkwürdige Symptome im Unterleib äusserte ohne dass es der unbändigen stets verfügbaren Energie in mir irgendwie Abbruch tat. Mal abgesehen davon, dass ich zum Leidwesen anderer – und nicht zuletzt mir selbst gegenüber – ein grundsätzlich eher nerviges, unruhiges Wesen hatte und schon als Kind von einigen Impfungen wegen zu heftiger körperlicher Reaktionen befreit wurde. Davon erfuhr ich dann mit fast fünfzig.

Der menschliche Körper ist nach meiner Erfahrung wirklich, ganz ganz wirklich, ein so unglaubliches Wunderwerk, dass mir schon wieder nach einem Demutsknicks ist. Vermutlich wuchsen damals schon Myome in meinem Unterleib um den gröbsten Müll zu parken, wo er noch nicht all zu doll stört. Auch wenn das schonmal mit unsäglichen Schmerzen beim Joggen einhergehen kann. Und vielleicht wurden damals auch die ersten spinnerten Ideen für esoterische Begründungen geboren. Nichts gegen die geistig-seelische Ebene. Dazu später mal mehr. Aber mir wurde in den letzten Jahren wiederholt ein so unglaublicher Bullshit erzählt, dass der geistig-seelischen Ebene meines Erachtens auf ewig Schadensersatz zusteht. Höre das geistig-seelisch-Lager schon euphorisch aufschreien: „Ha, da haben wir`s: Totgeschlagen! Da liegt der Hase doch eindeutig begraben!“ Dass Wut eine unglaublich konstruktive Kraft sein kann, ist dabei vermutlich genauso wenig anerkannt wie Studien über die entspannende Wirkung von Heavy Metal.

Auch sämtliche Venenspezialisten, die sich regelmässig meine Venen anschauten, weil ich wegen der angeblich vererbten genbedingten Venenschwäche meiner Mutter zweimal im Jahr ausgesprochen dankbar die eher unbeliebten Stützstrumpfhosen auf Rezept bekam, schüttelten meist nur ungläubig den Kopf: „Frau Seeland, ich verstehe das nicht. Ihre Venen sehen wunderbar aus.“ Vielleicht kann sich jemand vorstellen, wie gross schon damals die Schmerzempfindungen in den Beinen gewesen sein müssen, wenn der Tag neuer Stützstrumpfhosen einem Festtag glich, da die Schmerzentlastung bei neuen Strümpfen grösser war als bei eingetragenen. Niemand, wirklich niemand trägt freiwillig Stützstrumpfhosen, wenn er es nicht muss und schonmal erlebt hat, wie schwer man die Dinger überhaupt anbekommt. Heute weiss ich, dass Quecksilber im Bindegewebe geparkt wird. Meine Beine waren abends auf unerklärliche Weise dicker als morgens. Alles schmerzte im Stehen. Als konnten meine Beine mich nicht alleine tragen. Nachdem mein Amalgam Jahrzehnte später komplett raus war, brauchte ich plötzlich keine Strumpfhose mehr. Die Schmerzen waren weg.

Und das obwohl ich noch gar nicht ausgeleitet hatte und bevor das Drama erst so richtig begann.

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